Im Herbst 2015 gibt Tobias Scharfenberger iim  „Fidelio“-Projekt“ von Tilman Knabe sein Debüt als Don Fernando am Theater Trier. An der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf ist er wieder als Baron Brusowsky in Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ zu erleben. Konzertverpflichtungen mit den Bach‘schen Passionen und Oratorien sowie Lied-Recitals runden auch in der Saison 2015/16 wieder das sängerische Spektrum ab.


Zu den wichtigsten Aufgaben letzten Jahre gehörten unter anderem Herr Fluth in Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“, Conte Almaviva „Le nozze di Figaro“ sowie die Bariton-Soli in Carl Orffs „Carmina burana“ am Theater Krefeld / Mönchengladbach.  Er gastierte am Essener Aalto-Musiktheater als Schaunard in Puccinis “La bohème“  und gab am selben Haus sein Rollendebüt als Stárek in Robert Carsens Inszenierung von Leoš Janáčeks „Jenůfa“ und übernahm die Titelpartie in der nach 270 Jahren im Rahmen des Düsseldorfer Altstadtherbstes erstmals wiederaufgeführten Vivaldi-Oper „Motezuma“. Bei den Schwetzinger Festspielen sang er den Teiresias“ in Agostino Steffanis „Niobe“, am Pfalztheater Kaiserslautern debütierte er  als Monteverdis „L‘Orfeo“ und Mozarts „Don Giovanni“. In Gera stellte  er sich als Aeneas in Purcells „Dido and Aeneas“. 2012. debütierte er am Landestheater Salzburg als Dr. Falke in der „Fledermaus“.


Noch während des Studiums debütierte Tobias Scharfenberger als Moralés in Bizets „Carmen“ an der Oper Frankfurt am Main.  Es folgten weitere Gastverträge unter anderem an der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Kassel und dem Theater Klagenfurt.  Festengagements verbanden ihn für mehrere Jahre mit dem Theater Bielefeld und der Kölner Oper. In dieser Zeit eignete er sich wichtige Partien des lyrischen Baritonfachs an und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Christof Loy, Christoph Nel, Andreas Homoki, Günther Krämer und Helmut Lohner zusammen.


Als freischaffender Opern- und Konzertsänger ist er national und international tätig.  Neben Gastengagements an wichtigen deutschen Bühnen (darunter Komische Oper Berlin, Aalto-Musiktheater) sang er vielfach in Italien (Teatro Verdi, Padova, Teatro Carlo Felice, Genova, Barga-Festival, Teatro delle Muse, Ancona) sowie den Niederlanden, Luxembourg, Spanien, Russland, Tschechien, Israel, der Schweiz und Australien.  Er erhielt Einladungen zu bedeutenden Festivals darunter die Schwetzinger Festspiele, die Bachwoche Ansbach, das Bachfest Leipzig und das Melbourne Festival.


Tobias Scharfenbergers umfangreiche Konzerttätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit so namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Stefan Soltesz, Ivor Bolton, Christoph Poppen und Howard Arman.  Im Bereich der historisch orientierten Aufführungspraxis sang er unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, Reinhard Goebel und Federico Maria Sardelli.  Er gastierte bei renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Münchener Kammerorchester, dem Orchestra Sinfonica Nazionale delle RAI, der Dresdnener Philharmonie, dem Balthasar-Neumann-Ensemble und Chor, dem Dresdener Kreuzchor , Windsbacher Knabenchor, und dem WDR-Rundfunksinfonie-Orchester Köln.


Der gebürtige Münchener wuchs in Hamburg und Trier auf. Tobias Scharfenberger erhiellt seine Gesangausbildung zunächst privat bei Vera Ilieva sowie an den Musikhochschulen von Hannover und Karlsruhe in den Klassen von Prof. Gerhard Faulstich und Prof. Roland Hermann.  Darüberhinaus empfing er wichtige Anregungen in Meisterkursen bei Brigitte Fassbaender, Aldo Baldin und dem Duo Hartmut Höll / Mitsuko Shirai sowie als Stipendiat des „Steans Institute for Young Artists“ beim Ravinia Festival Chicago. Hier hatte er Gelegenheit, mit Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen wie Sir Thomas Allen, Peter Schreier, Roger Vignoles und Rudolf Piernay zu arbeiten.

Er ist Preisträger der Mozartfest-Wettbewerbes der Stadt Würzburg, der Richard-Strauss-Gesellschaft München sowie des Bundeswettbewerbs Gesang des VdmK.


Parallel zu seiner umfangreichen sängerischen Tätigkeit studierte Tobias Scharfenberger von 2012 bis 2014 im Weiterbildungsprogramm der Universität Zürich und schloss dieses im Dezember 2014 mit dem „Executive Master in Arts Administration“ ab. Seit August 2015 ist er Betriebsdirektor und stellvertretender Intendant am Theater Trier.